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Ballade in Blech Lyrics

Klapper, klapper.
Nochmals klapper.
Der betagte Ritter Peter Eisenbart
War für sein Alter mehr als wünschenswert behaart.
Es krümelte aus seinem Bart schon Rost
Und mangels Zähnen aß er nur noch Büchsenkost.
Doch fühlte er sich noch erstaunlich fit,
Ging in Rüstungen nach allerneustem Schnitt.
Selbst im Bett trug er nur lange Unterhosen,
Die genietet war'n aus feinsten Weißblechdosen.
All dieses sollte letztlich nur beweisen,
Er zählte sich noch nicht zum alten Eisen.

Der Minnesang in einer lauen Nacht
Vor einem Turm aus dem ein junges Fräulein lacht.
Mit dem Gewimmer ist hier nichts machen,
Wenn du mich liebst, fängst du mir einen Drachen!
Er dachte sich: "Das könnte dir so passen!
Von dir will ich mich nicht verschaukeln lassen!
Erst fang ich einen und dann hab ich drei,
Denn die Mutter ist immer mit dabei."
Es lehrt schon eine alte Ritterregel
Unter'm Pantoffel wird der Edelmann zum Schwein.
Doch plötzlich, er ritt grad auf seinem Gaul,
Traf er ein Vieh, das qualmte schrecklich aus dem Maul
Und sprach: "Ich bin der Lindwurm Annerose
Und brate dich in deiner eignen Dose!"
Da kannte Ritter Peter keine Gnade,
Als Konserve war er sich dann doch zu schade.
Er zog sein Schwert und schon nach kurzem Kampf
Stand Annerose nicht mehr unter Dampf.
Drum nannte man dann ein paar Jahre später
Gehacktes Fleisch ihm zu Ehren Hackepeter.
Und plötzlich lugte hinter einem Stein
Eine Omma vor und rief: "Du Retter mein!"
Seit vierzig Jahren hielt der Wurm mich fest,
Er sagte: "Red' kein Blech und komm ins Nest!"
Endlich eine Braut in seinen Jahren,
Von nun an beide unzertrennlich waren.
Noch heute sieht man mitternachts durch's Fenster,
Im Burgverlies zwei lötende Gespenster.
So beschließt die Ritterregel die Geschicht',
Die da lautet: Alte Liebe rostet selten.
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